Gründe, warum viele Studien über UGC-Inhalte falsch interpretiert werden

Studien zeigen, dass nutzergenerierte Inhalte (User-Generated Content, UGC) effektiver sind als Influencer oder Markeninhalte. Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen freiwilligem UGC und bezahlten UGC-Erstellern. Beide Formen von UGC erhöhen trotz ihrer Unterschiede die Werbewirkung erheblich.

User-Generated Content (UGC) hat sich zu einem Eckpfeiler des Marketings entwickelt, wobei Studien konsequent dessen größere Wirksamkeit gegenüber Influencer- oder Markeninhalten aufzeigen. Eine der überzeugendsten Belege kommt aus der Forschung, die darauf hinweist, dass UGC 8,7-mal mehr Einfluss als Influencer-Content und 6,6-mal mehr Einfluss als Markencontent hat. Diese Zahlen verdeutlichen eine dramatische Verschiebung im Verbraucher:innenvertrauen und -engagement zugunsten von Inhalten, die von Nutzer:innen generiert werden, gegenüber traditionellen Werbeformaten.

Eine genauere Betrachtung offenbart jedoch eine wichtige Unterscheidung innerhalb der UGC-Welt zwischen Content:

  • Freiwillige vs. Bezahlte Inhalte 
  • Authentizität und Motivation 
  • Freiheit in der Contenterstellung

Diese Unterscheidung sind entscheidend, da sie auf die Feinheiten von Authentizität und Motivation bei der Content-Erstellung hinweist.

Die Studien, die die Effektivität von UGC loben, beziehen sich typischerweise auf unbezahlte Empfehlungen oder Bewertungen von Nutzer:innen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung wirklich wertschätzen. Diese Art von UGC ist von Natur aus authentisch, was solche Empfehlungen sehr glaubwürdig und überzeugend macht. Es ist diese Authentizität, die oft dazu führt, dass UGC als der Goldstandard in der Werbewirkung wahrgenommen wird.

Es gibt jedoch manchmal ein Missverständnis bei der Interpretation dieser Ergebnisse, insbesondere wenn sie auf UGC-Ads angewendet werden.

  1. Studien sind nicht falsch, jedoch kann ihre Anwendung auf bezahlten UGC irreführend sein 
  2. Bezahlter UGC wird oft gleichgesetzt mit freiwilligem UGC ohne Berücksichtigung der Unterschiede in der Erstellung. 

Trotz dieser Feinheiten ist es wichtig zu erkennen, dass bezahlte UGC-Creator:innen immer noch Content mit erheblicher Werbewirkung produzieren. Auch wenn sie für ihre Arbeit bezahlt werden, können UGC-Creator:innen ein Gefühl von Zugänglichkeit und Authentizität vermitteln. Sie können Inhalte erstellen, die bei den Zuschauer:innen aufgrund ihrer Nahbarkeit und scheinbaren Spontaneität widerhallen. Die Fähigkeit dieser Creator:innen, Vertrauen durch authentisches Storytelling zu erzeugen, ist ein mächtiges Werkzeug für Marken.

UGC-Inhalte, ob bezahlt oder unbezahlt, haben einige einzigartige Vorteile: 

  • Nahtloses Einfügen des Content in den Feed der Nutzer:innen
  • Geringere Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzer:innen vorbeiscrollen 
  • Weniger als aufdringliche Werbung angesehen. 

Durch diese und mehr Punkte hält UGC eine einzigartige Position in der Werbelandschaft inne, da es die Aufmerksamkeit von Konsument:innen auf eine Weise einfangen kann, die organisch und ungezwungen wirkt.

Die Integration von UGC in eine Marketingstrategie bietet daher ausgezeichnete Vorteile. Es kombiniert die Authentizität und Nahbarkeit von nutzergenerierten Inhalten mit der strategischen Ausrichtung und den Branding-Zielen des Unternehmens. Indem sowohl freiwilliger als auch bezahlter UGC eingesetzt wird, können Unternehmen ein breites Spektrum an Engagement abdecken, von echten Kund:innenempfehlungen bis hin zu professionell produzierten Inhalten, die immer noch ein nutzerorientiertes Gefühl bewahren.

Für Marken, die die Vorteile des UGC nutzen wollen, ist es wichtig, die unterschiedlichen Motivationen und Erwartungen von freiwilligen im Vergleich zu bezahlten Creator:innen zu verstehen.

Freiwilliger UGC:

  • Entsteht oft aus reiner Kund:innenzufriedenheit und -loyalität, was unvorhersehbar und schwerer zu steuern sein kann.

Bezahlter UGC: 

  • Ermöglicht eine strategische Planung und Ausrichtung mit Marketingzielen, obwohl er immer noch ein hohes Maß an Authentizität aufrechterhalten muss.

Die Herausforderung für Marketingfachleute besteht darin, die richtige Balance zwischen der Nutzung von freiwilligem UGC und den beauftragten, aber authentischen Inhalten, die von bezahlten Creator:innen produziert werden, zu finden. Eine Marke, die beides geschickt integrieren kann, wird wahrscheinlich einen signifikanten Anstieg des Verbraucher:innenvertrauens und der Markenaffinität sehen.

Fazit:

  • UGC in all seinen Formen ist ein dynamisches und wirkungsvolles Werkzeug für die Werbung.
  • Es nutzt die Stimmen von Konsument:innen um wirkungsvolle, ansprechende Inhalte zu erstellen.
  • Ob durch ein unvermitteltes Testimonial einer leidenschaftlichen Kund:in oder ein gut gestaltetes Video von einem bezahlten UGC-Creator:in hat das Potenzial die Markenidentität zu stärken, eine Gemeinschaft zu fördern und den Verkauf anzukurbeln.

Der Schlüssel liegt im gezielten Erkennen des einzigartigen Werts jeder Art von UGC und in deren komplementärem Einsatz, wodurch eine umfassende und authentische Marketingnarrative gestaltet wird.

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